1 Gesamtprojekt

W 25 Abladeoptimierung der Fahrinnen am Mittelrhein

1.1 Übersicht

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Abb. 1: Lage der Maßnahme

1.2 Grunddaten

ProjektnummerW 25
BundeswasserstraßeRhein
BundeslandRheinland-Pfalz/Hessen
NetzkategorieA

Lagevon km 508 bis km 557
PlanungsständeVorplanung
Verkehrsbelastung 2030 (Maximalwert der betr. Streckenabschnitte)75,3 Mio. t
AusbauparameterVergrößerung der Fahrrinnentiefe zwischen St. Goar und Wiesbaden auf 2,10 m unter GlW

DringlichkeitseinstufungVordringlicher Bedarf - Engpassbeseitigung (VB-E)

Kostenbestandteile[Mio. €]
Haushaltsrelevante Investitionskosten (brutto, inkl. Planungskosten, Preisstand 2014)60
davon
Aus-/Neubaukosten60
Erhaltungs- bzw. Ersatzkosten0
Bewertungsrelevante Aus-/Neubaukosten (netto, inkl. Planungskosten, Preisstand 20121))49

2) Für die gesamtwirtschaftliche Bewertung wird bei allen Verkehrsträgern der Preisstand 2012 gewählt.


BewertungsergebnisseProjektbewertung
Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) (Modul A)30,7
Umweltbetroffenheit (Modul B)mittel
EngpassBeseitigung eines qualitativen Engpasses
Dringend anstehender Erhaltungs-/Ersatzinvestitionsanteilnein

Begründung der Dringlichkeitseinstufung

- Besonders hohes NKV (≥ 5) - Hohe Netzbedeutung (Kat. A)

Beschreibung der Maßnahme

Derzeit ist die Fahrrinnentiefe zwischen St. Goar und Wiesbaden 1,90 m unter GlW. Durch die Abladeverbesserung und Sohlenstabilisierung zwischen St.Goar und Wiesbaden auf eine Fahrrinnentiefe von 2,1 m unter GlW soll die Befahrbarkeit qualitativ verbessert werden.

1.3 Lage

Fahrrinne am Mittelrhein zwischen St. Goar und Wiesbaden

1.4 Alternativenprüfung

Für das Ziel der qualitativen Verbesserung des Engpasses gibt es keine bauliche Alternative.

1.5 Verkehrsbelastungen im Bezugs- und Planfall

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Abb. 2: Maximale Verkehrsbelastung im bewertungsrelevanten Projektabschnitt im Bezugsfall 2030: 75,3 Mio. t

Interdependenzen

Intramodale Interdependenzen: nicht relevant

Intermodale Interdependenzen: nicht relevant

1.6 Zentrale verkehrliche / physikalische Wirkungen

Kenngröße  Wirkungen  Einheit
Verkehrsbelastungen auf dem Projekt
Verkehrsbelastung im Bezugsfall
In Hauptverkehrsrichtung  (HV)44,6Mio. t/a
In Nebenverkehrsrichtung (NV)30,7Mio. t/a
Verlagerungsmenge im Planfall
von Bahn0,039Mio. t/a
von Straße-Mio. t/a
durchschnittliche Ladung/belad. Schiff
im Bezugsfall1.660t
im Planfall1.705t
Energieverbrauch
im Bezugsfall1.517.769MWh/a
im Planfall1.470.205MWh/a
Transportzeiten
im Bezugsfall8.635.168Fzg-h/a
im Planfall8.387.766Fzg-h/a
Davon aus verlagertem Verkehr5.499Fzg-h/a
Verkehrsleistung
im Bezugsfall51.786Mio. tkm/a
im Planfall51.813Mio. tkm/a
Davon aus verlagertem Verkehr27Mio. tkm/a

GrößenklasseTransportkostenExterne Kosten Abgase
VorhaltungPersonalFortbewegungInsgesamtCO2SonstigeInsgesamt
Einzelfahrer bis 400 TT 368,11.092,7343,81.804,6175,628,0203,6
Einzelfahrer bis 650 TT 2.615,14.143,41.287,98.046,4657,8104,8762,6
Einzelfahrer bis 900 TT 7.176,68.046,23.330,018.552,71.700,7271,01.971,7
Einzelfahrer bis 1.000 TT 3.526,83.281,01.385,08.192,7707,3112,7820,0
Einzelfahrer bis 1.500 TT 53.148,740.386,019.891,2113.425,910.159,11.618,511.777,6
Einzelfahrer bis 2.000 TT 63.811,365.218,328.815,9157.845,414.717,22.344,717.061,9
Einzelfahrer bis 2.500 TT 61.290,861.493,731.204,0153.988,615.936,92.539,018.476,0
Einzelfahrer bis 3.000 TT 106.862,8131.720,867.235,3305.818,934.339,35.470,939.810,1
Einzelfahrer ab 3.000 TT 132.182,0150.774,687.692,3370.648,944.787,37.135,451.922,7
Summe Einzelfahrer430.982,1466.156,7241.185,41.138.324,1123.181,219.625,0142.806,2
Summe Verbände34.059,745.727,332.722,1112.509,116.574,92.640,719.215,6
Insgesamt465.041,8511.883,9273.907,41.250.833,2139.756,222.265,7162.021,9
Abb. 3: Gesamtwirtschaftliche Transportkosten (NB) und Externe Kosten aus Abgasbelastungen (NA) im Bezugsfall (1.000 EUR pro Jahr)

GrößenklasseTransportkostenExterne Kosten Abgase
VorhaltungPersonalFortbewegungInsgesamtCO2SonstigeInsgesamt
Einzelfahrer bis 400 TT 229,6681,7211,21.122,5107,917,2125,1
Einzelfahrer bis 650 TT 1.004,51.591,6496,83.093,0253,740,4294,2
Einzelfahrer bis 900 TT 5.363,16.013,02.503,913.880,01.278,8203,71.482,6
Einzelfahrer bis 1.000 TT 2.796,12.601,21.103,56.500,9563,689,8653,4
Einzelfahrer bis 1.500 TT 53.038,940.302,619.770,2113.111,610.097,31.608,711.706,0
Einzelfahrer bis 2.000 TT 65.017,266.450,828.782,2160.250,114.700,02.342,017.042,0
Einzelfahrer bis 2.500 TT 61.895,162.099,930.267,2154.262,215.458,42.462,817.921,2
Einzelfahrer bis 3.000 TT 105.440,5129.967,864.742,7300.151,033.066,25.268,038.334,2
Einzelfahrer ab 3.000 TT 127.976,2145.977,285.157,8359.111,343.492,96.929,250.422,1
Summe Einzelfahrer422.761,3455.685,8233.035,51.111.482,6119.018,918.961,8137.980,7
Summe Verbände33.450,144.898,032.290,8110.638,916.357,62.606,118.963,7
Insgesamt456.211,4500.583,8265.326,41.222.121,5135.376,521.567,9156.944,4
Abb. 4: Gesamtwirtschaftliche Transportkosten (NB) und Externe Kosten aus Abgasbelastungen (NA) im Planfall (1.000 EUR pro Jahr)

1.7 Nutzen-Kosten-Analyse (Modul A)

Barwert
der Nutzen
[Mio. Euro]
Veränderung der BetriebskostenNB1.143,065
Fahrzeugvorhaltekosten-
Betriebsführungskosten (Personal)-
Betriebsführungskosten (Fortbewegung)-
Veränderung der Instandhaltungs- und Betriebskosten der VerkehrswegeNW-14,332
Veränderung der VerkehrssicherheitNS-
Veränderung der Reisezeit im PersonenverkehrNRZ-
Veränderung der Transsportzeit der Ladung im GüterverkehrNTZ-
Nutzen aus verlagertem Verkehr (aus Transportkosten, Transportzeitkosten u. impliziten Nutzen)NV0,394
Veränderung der Lebenszyklusemissionen von Treibhausgasen der InfrastrukturNL-0,614
Veränderung der GeräuschbelastungNG-
InnerortsNGi-
AusserortsNGa-
Veränderung der AbgasbelastungenNA202,143
Veränderung der innerörtlichen TrennwirkungenNT-
Veränderung der ZuverlässigkeitNZ-
Gesamtnutzen1.330,655

Nutzen-Kosten-Verhältnis

Barwert der Nutzen1.330,655 Mio. €
Barwert der Investitionen43,286 Mio. €
Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV)30,7

Grundlagen der BarwertermittlungAnzahl Jahre
Dauer der Betriebsphase (mittlere über alle Anlagenteile gewichtete Nutzungsdauer)100

JahrDisk_FaktKNW1NW2NBNVNANLNTZNSSumme N
20160,983300000000000
20170,967300000000000
20180,951410000000000
20190,935410000000000
20200,9197.815000000000
20210,9047.815000000000
20220,8897.815000000000
20230,8747.815000000000
20240,8597.815000000000
20250,8457.815000000000
20260,831710000000000
20270,81700-36028.712105.077-150033.424
20280,80300-36028.712105.077-150033.424
....................................
....................................
....................................
21250,15700-36028.712105.077-150033.424
21260,15400-36028.712105.077-150033.424
Summe49.0200-36.0002.871.171989507.747-1.543003.342.364
Summe Barwert43.2860-14.3321.143.065394202.143-614001.330.655
Abb. 5: Zeitlicher Verlauf der Nutzen und Kosten (1.000 EUR)

1.8 Umwelt- und Naturschutzfachliche Beurteilung (Modul B)

Ergebnisübersicht

Umweltbeitrag Teil 1: Nutzensumme Umwelt [Mio. Euro Barwert]201,529

Umweltbeitrag Teil 2: Umwelt-Betroffenheit [gering/mittel/hoch] oder "Projekt planfestgestellt"mittel
Abladeoptimierung der Fahrrinnen am Mittelrhein (zwischen St. Goar und Wiesbaden) auf 2,10 m unter GlW. Erhöhung der Fahrrinnentiefe um 20 cm unter GlW und damit Angleichung des Streckenabschnitts an die ober- und unterstromigen Bereiche. Ausbaumaßnahme mit Felsabtrag, Längsbauwerken und Baggerungen. Durch das Vorhaben sind die FFH-Gebiete "Mittelrhein", "Wanderfischgebiete im Rhein" und "Rheinniederung Mainz-Bingen" sowie die Vogelschutzgebiete "Inselrhein" und "Rheinaue Bingen-Ingelheim" betroffen. Wasserqualität, Gewässerdynamik und die Durchgängigkeit des Wasserkörpers werden vorhabenbedingt nicht beeinträchtigt. Erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Fischfauna und den LRT sind im Fall der FFH-Gebiete nicht zu erwarten. Die geplanten Leitwerksvorbauten/-verlängerungen erweitern fischökologisch hochwertige Flachwasser- bzw. vor Schiffswellen geschützte Bereiche. Eine erhebliche Beeinträchtigung der Vogelschutzgebiete kann nicht ausgeschlossen werden (Wasservögel). Einzelne Projektflächen liegen bereichsweise innerhalb von unzerschnittenen Kernräumen (Bfn, feucht). Es liegen jedoch ausschließlich aquatische Eingriffe vor."
Eine Beeinträchtigung der unzerschnittenen Kernräume kann ausgeschlossen werden. Östlich Rüdesheim ist die Wasserfläche des Rheins bereichsweise als unzerschnittener BfN-Großraum (feucht) ausgewiesen. Eine dauerhafte Beeinträchtigung der BfN-Lebensraumnetzwerke ist hierdurch nicht zu erwarten. Der Rhein selbst stellt eine BfN-Lebensraumachse (feucht) dar. Eine Zerschneidung durch das Projekt ist nicht gegeben. Es werden ausschließlich Flächen innerhalb des Flusswasserkörpers in Anspruch genommen, so dass eine Beeinträchtigung von ÜSG und Kulturvorrangflächen ausgeschlossen werden kann. Weitere Bereiche mit besonderen Umweltqualitäten sind nicht betroffen.

Beschreibung und Bewertung der voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen

Umweltbeitrag Teil 1
(monetarisierte Umweltkriterien, übernommen aus der Nutzen-Kosten-Analyse)

Beschreibung Bewertung
Nr. Kriterium Differenz Planfall-Bezugsfall Nutzen [Mio. €/a]Barwert
[Mio. €]
1.1Veränderung der Anzahl von Verkehrslärm betroffenen Einwohner--
Neubelastung oder stärker betroffen-Einw.--
Entlastung-Einw.--
1.2Veränderung der Geräuschbelastung außerorts (fiktive außerörtliche Lärmschutzwand)-qm--
1.3Kohlendioxid-Emissionen (CO2) (bestehend aus CO2 aus Betrieb und CO2-Äquivalenten aus Lebenszyklusemissionen)-30.098,498t/a4,364173,749
1.4Luftschadstoff-Emissionen
Stickoxid-Emissionen (NOX)-19,027t/a0,29311,665
Kohlenmonoxid-Emissionen (CO)-20,631t/a0,0010,038
Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC)-8,952t/a0,0150,606
Feinstaub-Emissionen-1,425t/a0,1756,969
Schwefeldioxid-Emissionen (SO2)-16,180t/a0,2148,503
Nutzensumme Umwelt201,529

Umweltbeitrag Teil 2
(nicht-monetarisierte Kriterien)

Nr. Kriterium Beschreibung Bewertung
absolut Betroffenheit
pro Strecken km
je Kriterium
2.1 Inanspruchnahme / Beeinträchtigung Naturschutzvorrangflächen mit herausragender Bedeutung 17,9 ha 1,79 ha/km hoch
2.2 Erhebliche Beeinträchtigung von Natura 2000-Gebieten mittel
Erhebliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen 2 Anzahl Gebiete-- -
Erhebliche Beeinträchtigung wahrscheinlich 0 Anzahl Gebiete - - -
2.3 Inanspruchnahme von unzerschnittenen Kernräumen (UFR 250) 0,0 ha 0,00 ha/km gering
2.4 Zerschneidung von unzerschnittenen Großräumen und Lebensraumachsen/-korridoren (BfN-Lebensraumnetzwerke) gering
1a) Neubau: Zerschneidung von unzerschnittenen Großräumen (UFR 1.000/1.500: Feucht-, Trocken- und Waldlebensräume) 0,0 km 0,00 km/km -
1b) Neubau: Zerschneidung von unzerschnittenen Großsäuger-Lebensräumen (UFR 1.500) 0,0 km 0,00 km/km -
1c) Neubau: Zerschneidung von Lebensraumachsen/-korridoren 0 Anzahl - - -
2) Ausbau: Wiedervernetzung von Lebensraumnetzwerken 0 Anzahl - - -
2.5 Flächeninanspruchnahme 0,0 ha - - -
2.6 Durchfahrung von Überschwemmungsgebieten 0,0 km 0,00 km/km gering
2.7 Durchfahrung von Wasserschutzgebieten 0,0 km 0,00 km/km gering
2.8 Zerschneidung Unzerschnittener verkehrsarmer Räume (UZVR) 0,0 ha - - gering
2.9 Inanspruchnahme / Beeinträchtigung von Vorrangflächen des (Kultur-)Landschaftsschutzes 0,0 ha 0,00 ha/km gering

Zusätzliche bewertungsrelevante Sachverhalte

1Trassenführung verursacht nur indirekte Betroffenheiten-
2 Querungshilfen eingeplant -
3 Bündelungsmöglichkeit mit bestehenden Vorbelastungen -
4 Sonstiges: -
  -
Die zusätzlichen Sachverhalte führen
zur Heraufstufung des Ergebnisses, d. h. das Vorhaben wird aus Umweltsicht kritischer eingestuft, als nur die Bewertung nach Umweltbeitrag 1 und 2 ergibt-
zu keiner Veränderung des Ergebnisses-
zur Herabstufung des Ergebnisses, d. h. das Vorhaben wird aus Umweltsicht weniger kritisch eingestuft, als nur die Bewertung nach Umweltbeitrag 1 und 2 ergibt-

Karten

Nachfolgend ist die räumliche Lage des Projektes in Bezug auf die nicht monetarisierten Umweltkriterien dargestellt.

Quellbild nicht vorhanden
Abb. 6: Abladeoptimierung der Fahrrinnen am Mittelrhein (zwischen St. Goar und Wiesbaden) - Geschützte Gebiete
Quellbild nicht vorhanden
Abb. 7: Abladeoptimierung der Fahrrinnen am Mittelrhein (zwischen St. Goar und Wiesbaden) - Bereiche ohne spezifischen Gebietsschutz

1.9 Ergänzende Betrachtungen

Das Projekt liegt innerhalb des Kernnetzes der Bundeswasserstraßen. Seiner verkehrlichen Bedeutung entsprechend ist der Rhein in die Kategorie A eingestuft.